Alles ist spannend, bloss weil es geschieht. Oder: wie man eine Löwin wird.

‚In the face of love,
everything seems possible,
beyond all limitations.‘
(‚Buddha & Love‘, Lama Ole Nydahl)

Ich hoffe, Ihr seid super in das neues Jahr hinein gerutscht und habt in den ersten Wochen eure Vorsätze schon mit Bravour umsetzen können!?

2013 soll mein sportliches Jahr werden. Das kommt nicht von ungefähr. Seit 2 Jahren setze ich so einiges dran, um im Triathlon-Sport Fuss zu fassen, trete extra in einen Verein ein, kaufe teures Equipment um es zu ermöglichen und dann? War ich laufend krank… Einen Wettkampf nach dem anderen musste ich absagen, ich kam quasi nie zum Zuge. Das ist natürlich echt bitter. Nach meiner OP an der Nase (drinnen alles mal bitte neu!) im Sommer 2012 scheint mein Vorhaben gesundheitstechnisch endlich aufzugehen! Never ever Nebenhöhlenentzündung und Bronchitis…? Wir dürfen gespannt sein…

Jedenfalls passieren wunderbare Dinge, wenn man auf wunderbare Menschen trifft, die ähnliche wunderbare Ziele verfolgen… (A lovely thanks to Bee…!) Und kommt so seinem Traum ein Stück näher.

Welchen Traum? Triathlon in Person.

Wie? Durch ein Projekt, bei dem ich zusätzlich zu meiner Vereinsaktivität mitwirken darf. Das Projekt ist durch eine Initialzündung entstanden: aus Liebe zur Perfektion entsteht in Hachenburg 2013 ein neuer Wettkampf (Löwentriathlon) und starten ein Projekt: vom Rookie zum ersten Triathlon. 3 Frauen und 3 Männer werden ausgewählt um diese spannende Phase zu begleiten und wisst ihr was? Ich bin ich dabei! Yay! 🙂

Das war alles ein bisschen kurzfristig, bereits im Dezember fand kurz vor Silvester die erste Leistungsdiagnostik statt. Ich wählte meine bisherige Lieblingsdisziplin Laufen. 30 Minuten verkabelt im Maximalbereich laufen, wiegen lassen ohne Gnade („Lieber BMI, könntest du etwas schmeichelhafter ausfallen? Danke!“) und sämtliche Checks. Positives, sowohl auch niederschmetterndes Ergebnis. Meine Grundlage ist sehr gut, ich bin in beiden Herzfrequenzbereichen GA1 und GA2 fast unbegrenzt belastbar. Jedoch schlägt mein Wassergehalt im Körper Alarm. Mit nur ca. 40% liege ich extrem unter dem Richtwert, ich muss mehr trinken und dazu muss ich mich echt zwingen. Manchmal trinke ich gerade mal einen halben Liter am Tag. Das ist nicht nur zu wenig, sondern extrem ungesund. Zum Glück liegt mein viszeraler Fettanteil im grünen Bereich. Darauf können wir bauen. Mehr Wasser statt Schoki, ne…? 😉

Die Löwen-Rookies werden von einem erfahrenen Coach betreut und bekommen individuelle Trainingspläne, nach denen sie trainieren. Nach jedem Training werden die Daten des Herzfrequenzmessers in einem Portal hoch geladen. Mein Wunsch zu Weihnachten fiel daher sehr ‚bescheiden‘ aus: eine Herzfrequenzmessuhr. Während meine Schwägerin eine pinkfarbene (!) Pulsuhr bekam („Ooooh!“), kam mein Schatz mit einem halben Computer an. Das sei das beste auf dem Markt, meinte er stolz. Merke: wünsche dir nie, nie, auch niemals etwas technisches von einem technikaffinen IT’ler! Man braucht halbe Programmierkenntnisse um mit dieser Uhr klar zu kommen *seufz* Meine ersten Daten, die ich hochgeladen habe, zeigten an, dass ich eine Einheit mit 44 Stunden gemacht habe. So fleissig bin ich dann doch nicht gewesen… Also doch noch mal die Bedienungsanleitung studieren.

Vor ein paar Tagen habe ich die zweite Leistungsdiagnostik in der zweiten Disziplin absolviert. Diesmal war Rad fahren dran. Und weil ich wie so ein Stein auf meinem Rennrad sitze, bot sich das Bikefit vorher gerade zu an. Bisher fühlte ich mich auf meinem Rad nicht besonders wohl. Abgesehen von meinen ersten glorreichen Stürzen (es herrsche die Klickpedale), schlief mein Fuss oftmals ein oder meine Handrücken und Nacken schmerzten.

Unter einem Bikefit versteht man eine biometrische Ausmessung des Körpers und die darauf folgende Anpassung am Rad. Normal geschieht das vor dem Kauf eines Rades, bei mir erst danach, okay? Mein Händler, bei dem ich guten Gewissens und Glaubens mein Rad kaufte, liess mich nur einmal darauf sitzen und meine Sitzposition war für ihn maßgebend. Dann glaubt man auch einer Freundin, ehemalige Deutschen Meisterin, dass ein Blick genügt. Das reicht leider aber nicht immer aus. Wenn man mehrere Stunden auf dem Rad sitzt, kann jede Unebenheit zu Schmerzen oder Taubheit in den Zehen führen.

Es ist der absolute Wahnsinn, was alles zu beachten ist und was Millimeter ausmachen können! Ich wurde komplett vermessen und habe sogar Unterlegscheiben unter meinem Radschuh bekommen, weil mein Knie beim Treten in die Pedale hin und her geschlackert ist! Da der Rahmen für Triathlon auch noch zu lang war, wurde das Rad mehr ‚gestaucht‘. Mein Lieblingsmensch durfte dabei zugucken und war völlig von den Socken, als er meine Haltung auf dem Rad beobachtet hat, als mir eine nur um 1cm (!) verkürzte Stütze montiert wurde. Ich liege seitdem ganz anders auf dem Rad. Und endlich habe ich einen richtig coolen Triathlonaufsatz am Lenker montiert bekommen.

Das Team hat sich wirklich irre viel Mühe gegeben und eine gefühlte Ewigkeit und weit über die geplante Zeit hinaus an meinem Rad herum geschraubt.

Die Leistungsdiagnostik danach war wieder etwas anstrengend, aber das schien ganz gut gelaufen zu sein. Meine Trittfrequenz und Pedalkraft scheinen passabel zu sein. Jetzt heisst es nur noch auf die Ergebnisse abwarten und ran an den Speck! Ich bin schon extrem gespannt!

Alles in allem lerne ich gerade das Nonplusultra eines soliden, vor allem gesunden Triathlontrainings kennen. Nichts ist schlimmer als sich in 3 Disziplinen selbst zu organisieren und gerade genug zu trainieren. Das macht das alles superspannend für mich!

Heute mittag stehen 2 Stunden Rad fahren auf dem Programm. Bei dem Wetter geht’s ab in’s Studio, ist ja klar! Freu mich schon *händereib*

Einen wunderschönen Sonntagnachmittag & alles Liebe wünsche ich euch!

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