Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen…

Heute morgen habe ich mich schon ein bisschen aus dem Bett quälen müssen, aber ich habe meinen inneren Schweinehund weiter schlafen lassen und mich rausgeschlichen 😉 Dabei bin ich gestern noch wie ein Stein todmüde ins Bett gefallen.

Punkt 8.30 Uhr stand ich in der Schwimmhalle: Einzeltraining Schwimmen und Radfahren.

Letztes Jahr habe ich mich einer Triathlon-Gruppe angeschlossen, da mir Marathon laufen zu einseitig wurde und die Dreierdisziplin mich schon sehr lange fasziniert. Und letztes Jahr sagte ich mir, warum neidisch auf andere sein? Mach es auch!!!

Da ich Anfang des Jahres 3 lange Monate mit Erkältungen und Infekten zu tun hatte, lief diese Saison ohne Wettkämpfe ziemlich öde für mich. Umso mehr freut es mich, dass mich eine Trainerin unter die Fittiche nahm und mir Einzeltraining gibt, bevor Anfang Oktober die eigentlich Trainingsphase wieder los geht.

Also hieß es heute morgen: Schwimmtraining. Das hat leider nichts vom gemütlichen Bahnenziehen zu tun, es ist richtiges Arbeiten. Man schwitzt sogar im Wasser! Kraulen ist anstrengender als alles andere. Jedenfalls empfinde ich es so. Die Technikübungen verlangen auch eine richtige Koordination ab und dabei darf man dies und jenes nicht außer Acht lassen. Mit Fäusten schwimmen, nur mit einem Arm kraulen, mit Paddles, Sculling, nur Beinschlag und vieles mehr… Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass offenbar mein Beinschlag ziemlich gut ist. Das sorgt für einen guten Auftrieb im Wasser und sei schon einmal die halbe Miete. Yeah, yeah, yeah! Ich bin nämlich kein Kraftaffe, der gerne Hanteln stemmt, da so einige wohl viel lieber aus den Armen schwimmen. Das muss also nicht sein.

Danach ging es auf’s Rad. Dieses Jahr habe ich mir ein richtig cooles Rennrad geleistet, das meine Budgetvorstellung bei weitem überstieg: ein Cube Agree. Bloß das Fahren mit Klickpedalen stellt sich schwieriger heraus als man es sich vorstellt. So hab ich das Stürzen am Anfang gleich einmal mit geübt 😉 Das sieht in etwa so aus: du musst bremsen, kommst aber nicht schnell genug aus den Pedalen heraus. Also stürzt du. Liegst wie ein Käfer auf dem Rücken und das Rad hängt noch an deinen Füßen. Weltklasse! Tust dabei der Oma mal winken. Ja, es nervt. Es tut weh und jeder spricht dich auf deine blauen Flecken an.

Zuletzt habe ich sogar ein Salto über’s Rad gemacht, da ich wegen einem heranpreschendem Auto schnell bremsen musste, die Bremsen miteinander verwechselt habe und zu allem Übel nicht so schnell aus den Pedalen kam. Meine gesamten Beine waren über Wochen mit blauen Flecken übersät. Das war nicht so lecker…

Aber heute habe ich mich echt gut angestellt. Zum größten Teil lag es an der tollen Strecke: ein geteerter Radweg abseits dem Autoverkehr. Das war toll und nun weiß ich auch, worauf es ankommt und muss dies nur für mich umsetzen. Ich werde auch gucken, dass ich nicht mitten im Stadtverkehr fahre.

Nach 3 Stunden sporteln hatte ich natürlich Hunger 😉

Das schönste ist die himmlische Ruhe danach. Körnerfrühstück mit Frischkäse und Honig, griechischer Joghurt mit Honig und Nüssen, Kaffee und ab auf’s Sonnendeck. Dabei kam mir der schöne Gedanke, dass es ein wirklich tolles Gefühl ist, mit Sport sein Wochenende einzuleiten! Man hat zwar das Gefühl, dass der Tag vom Erlebten her schon halb rum ist, dabei ist es noch vormittags! Da freut man sich doch gleich doppelt! So hab ich mir ohne schlechtes Gewissen den ganzen Nachmittag die Sonne auf meinen Bauch scheinen lassen 🙂

Ergo: wer in der Frühe sportelt, hat mehr vom Tag!

Und: wer sportelt, ist glücklich!

In diesem Sinne stell ich gleich mal meine Laufschuhe für morgen früh raus in den Flur 😉

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