Eine Woche raus aus dem Alltag und rein ins Vergnügen…?!

Leider machte uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung, sonst wären wir schön an die holländische Küste gefahren. Ein bisschen Amsterdam, Zealand, Nordwijk, Zandvoort. Da, wo ich mal barfuss im Sand heiraten will. Da, wo die Strände fast menschenleer sind, die Dünen den Wind einfangen und ich morgens gefühlte endlose Kilometer in der Brandung laufen gehen kann und nur das Rauschen des Meeres im Ohr vernehme. 

Mag vielleicht kitschig klingen, aber ich liebe es. Ich liebe es, wenn der Wind meine Haare verwuschelt, die Haut vor Salz klebt und ich mich fühle, als wäre ich von den Wellen mitgetragen worden.

Aber als wir sahen, dass uns jeden Tag nur Regen empfing, disponierten wir um. Bei Regen stelle ich mir Strandläufe dann doch nicht so prickelnd vor. In Amsterdam shoppen geht zwar immer, aber 5 Tage am Stück halte selbst ich nicht aus.

Also blieben wir zu Hause, bei strahlendem Sonnenschein und nahezu 37 Grad. Es war die richtige Entscheidung. So konnte ich morgens und abends eine Einheit Rad oder Laufen absolvieren (mit viiiiiel Trinken!) und ansonsten die Seen in unserer Umgebung erkunden. Herrlich, im Schatten der Bäume zu liegen, während eine leichte Brise über den nassen Körper streift und einem etwas kühlt, während ganz Deutschland zu schwitzen und stöhnen scheint. Aber ja, ich gebe zu, in meinem Büro wäre ich auch nicht gerne gewesen. Dann doch lieber mit dem Rad zum Schloss Karlsruhe und zurück:

Schloss Karlsruhe

An einem dieser Tage fuhren wir nach Maastricht. In knapp 3 Stunden ist man von uns aus dort und wir haben hier und da unsere Lieblingsecken. Maastricht eignet sich sehr als Tagesfahrt und da ich eh ein bisschen bis über beide Ohren in die Niederlande verliebt bin, liegt es nahe, wenigstens nach Maastricht aufzubrechen, wenn es schon mit der Küste nicht klappte.

Als erstes gibt es beim ‚Vishandel de Dolfijn‘ auf dem Marktplatz ein leckeres Heringbrötchen mit Zwiebeln. Quasi zum Frühstück 😉 Der fangfrische Hering wird vor deinen Augen auseinander genommen und man bekommt ihn vom Wasser frisch auf’s Brötchen. Es gibt nichts besseres! Love, love, loooove it!

Mein Lieblingsmensch ißt dann noch eine Krokette von FEBO, wo es „die lekkerste“ gibt. Darf er, so oft sind wir auch nicht in NL. Rein kulinarisch ist das kein Highlight, aber die Niederländer lieben ihre Kroketten. Und dass man sich Essen aus dem Automaten holt, daran müssen wir Deutsche uns auch erst einmal gewöhnen.

Shoppen ist hier einfach toll. Wer Schuhe liebt, kommt hier voll auf seine Kosten: jeder dritte Laden scheint hier ein Schuhladen zu sein und die Preise sind niedriger als in Deutschland, was aber auch daran liegt, dass die Niederländer irgendwie immer Sale haben 😉 Hier ein Bild von Steve Madden Shoes New York – Hammer, oder? Suche verzweifelt ein Event um mir eine Kaufberechtigung zu erzwingen…:

Steve Madden in Maastricht

Es gibt viele kleinere Läden mit besonderen Stilen, aber auch Filialen von irgendwelchen Ketten, die man auch in Deutschland kennt. Die kleinen Läden sind es, die die Innenstadt mit ihrem Flair bereichern. Die kleinen Gässchen, die alten Häuser und gepflasterte Strassen. Ich bewundere die Niederländerinnen jedes Mal, wie sie mit ihren Stilettos über die Pflastersteine trippeln. Ich mache mir schon flache Ballerinas daran kaputt.

Boeken winkel

Wir sitzen gerne im Café Amadeus, direkt neben einer alten Kirche, die zu einem Buchhandel (boeken winkel // siehe Foto oben) umfunktioniert wurde, trinken eine Kleinigkeit und schauen dem bunten Treiben zu.

image

Auch die belgische Waffel mit Erdbeeren und Sahne ist sehr zu empfehlen… Mmmmh!

Ich finde es unglaublich inspirierend, wie die Niederländerinnen gekleidet sind und wie sie fröhlich vor sich hin quatschen. Man sieht viel weniger miesepetrige Gesichter als in Deutschland. Eigentlich fast gar keine. Die Niederländer sind eigentlich immer gut drauf. In Sachen Mode mixen und matchen sie, was das Zeug hält. Man könnte meinen, Berlin is calling, aber das stimmt nicht. Das hier ist anders, nicht so alternativ berlinerisch, sondern völlig frei von Konventionen. I like!

Natürlich war ich wieder auch in WE, einem Laden, den ich bisher nur in Berlin gesehen habe. Dort habe ich mir ein kleines Schwarzes gekauft und hoffe, dass der Sommer noch lange hält!

Neu ist auch Hollister in der Stadt, der kleine Bruder von Abercrombie & Fitch. Ich mag die Klamotten für die Freizeit sehr. Sie haben eine tolle Qualität und das Material fühlt sich herrlich an! Viele mögen es nicht, wenn es so dunkel darin ist und das Ladenparfüm überall versprüht wird, aber ich finde es jedes Mal ein Erlebnis. Es ist in Las Vegas und in San Francisco auch nicht anders. Ich mag das Konzept, weil sie dich in eine andere Welt entführen, das Rauschen der Wellen simulieren und immer gut gelaunte Verkäufer haben. Wo bekommt man bitte sowas sonst…? Sie selektieren zwar ihre Kunden, indem sie nur bis bestimmte Grössen produzieren, aber das tun andere Hersteller auch mit u.a. Preisen oder anderen Mitteln. Finde ich völlig legitim und mir passen diese Sachen ganz gut. Im Hollister habe ich endlich so einen Hoodie gefunden, den ich schon die ganze Zeit gesucht habe: hellgrau mit pinken Aufnähern! Yay! Gleich mal miteingepackt! Mit einer weissen Shorts dazu sehe ich dann wohl eher wie ein Surfergirl statt einer Triathletin aus, aber ich mag diese Lässigkeit… Überhaupt, gibt es dafür Vorgaben…? Nope.

Auf dem Heimweg müssen wir natürlich in Albert Heijn vorbei, einem Supermarkt, wo mein Lieblingsmensch sich mit allerlei Lakritzsorten, Filet American (suuuperfeines, gewürztes Mett mit wenig Fett als Brotaufstrich – kann man übrigens auch prima auf Vorrat einfrieren), uvm. eindeckt. Wir kaufen auch unsere asiatischen Lebensmittel wie Erdnussöl, Ketjap Manis, Saté Sauce, Gewürze, etc. vorzugsweise in den Niederlanden, weil sie eine enorme Auswahl für wenig Geld bieten. Unsere halbe Gewürzschublade stammt aus den Niederlanden 😉 Ist sicherlich kein Geheimtipp, aber mal erwähnenswert! Ausserdem liebe ich die „AH versgeperst“-Säfte der Albert Heijn’sche Eigenmarke. Sie sind 100% natürlich, „versgeperst“ = frisch gepresst, ohne Zugabe von Zucker – eigentlich vergleichbar mit Direktsäften, nur geilere Sorten: Erdbeer-Banane, Kiwi- Banane, Ananas-Orange und ich liebe den Himbeer-Cranberry Saft! Absolut yummy und gehört in den Niederlanden auf jeden Fall ins Gepäck! Das wiegt zwar bei weitem nicht die kiloweise Lakritze von meinem Lieblingsmenschen auf, aber immerhin.

image

Und wer beim Blumenstand nicht um die tollen Pfingstrosen drum herum kommt, wird eine Woche später immer noch mit vollen Blüten und herrlichem Duft belohnt 🙂

Maastricht ist wirklich ein ädaquater Ersatz dafür, wenn wir es nicht schaffen, auf die andere Seite der Niederlande zu kommen…
Wer mal dahin kommt: mach es dir schön! 🙂

P.S. Was Lieblingsmensch zufällig im FEBO erhalten hat – absolut lovely, oder?

image

2 comments on “Maastricht is calling…”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.