Du musst dir schon selbst…

…Konfetti in dein Leben pusten!

Diesen Spruch habe ich heute morgen zum ersten mal gelesen und war gleich bezaubert von dieser Sinnart. Direkt mal unter „Love it“ gespeichert und an euch weiter getragen 🙂

Denn tatsächlich bin ich gerade verstärkt dran, mich neu zu fokussieren. Ist das altbewährte noch das richtige für mich, was kannst du noch ausbauen, was du liebst & dich glücklich macht, was reduzierst du lieber in deinem Leben? Und da fand ich es extrem passend.

Ich habe ein unglaubliches Hammerjahr hinter mir und bevor ich euch damit langweile, was alles passiert ist, sage ich lieber, nö, ich fange mit dem aktuellsten an und vielleicht schaffe ich ein paar Reviews auf die prägnantesten Einblicke. Aber ich will ja auch kein Tagebuch führen, nur vielleicht ein bisschen inspirieren. Und ja, sorry, dass ich mich erst jetzt aus der Versenkung melde 😉

Heute morgen bin ich um 7.30 Uhr aufgewacht und hatte das dringende Bedürfnis, meine Schränke auszumisten. Es kam einfach so über mich. Und nein, ich bin nicht krank. Aber ich glaube, ein Beitrag im Stern TV diese Woche hat so einiges bei mir ins Rollen gebracht und ich fand diesen Ansatz noch nie wirklich schlecht, nur für mich persönlich zu extrem. Die Rede ist von Minimalismus.

Ich habe selbst einmal sehr minimalistisch gelebt, als ich als Studentin ein Praxissemester in Südafrika verbracht habe und nur einen 21kg-Koffer mitnehmen durfte. Es war eine der glücklichsten Zeit meines Lebens, das ich aber nicht nur dem Minimalismus zuschiebe. Das wär ja echt gelogen! 😉 Ich muss zugeben, damals vor der Abreise sass ich schon etwas verzweifelt auf dem Koffer und je mehr die Waage anzeigte, umso egaler wurden mir die Sachen, die ich einpacken wollte. Irgendwann sagte ich zu meine Mum, die mir beim Packen half: „Pack ein, was du willst, aber meine 2 Lieblingsteile müssen mit! Der Rest ist mir egal!“ Es war zum Schluss echt erschreckend einfach, sich zu reduzieren. Und ich habe nichts vermisst. In den 6 Monaten habe ich zwar das eine oder andere Teil dazu gekauft, aber dafür gibt es eine Erklärung: ich habe in einer Surfergegend gelebt mit Billabong- und Oakley-Outlets vor der Nase! Ich KONNTE nicht anders. Echt nicht. Es liegt in der Natur der Frau zu shoppen 😉 Und es bot einheimische Vorteile: wenn du in Südafrika in Surferklamotten rumrennst, wirst du nicht mehr angebettelt. Und auch da genoss ich den Vorteil der Einfachheit: keine passende Handtasche und Klimbim extra. Ich liebte es. Und dadurch, dass ausnahmslos alle dort so rumlaufen, fühlst du dich unter deinesgleichen und wirst nicht danach bewertet, was du trägst. Das fand ich extrem entspannt.

Bei Stern TV erzählte ein Pärchen also von ihrem Leben als Digital-Nomaden. Ich war tief beeindruckt, habe mich darüber ein bisschen schlau gemacht und in deren Blogs gestöbert. Besonders fasziniert war ich von Felicias Reise zu sich selbst: Travelicia.

Dennoch, wenn ich ganz ehrlich bin, wäre mir das zu extrem und auch diesen Mut hätte ich nicht. Ich mag zwar verrückte Ideen und kann sehr spontan sein, etwas Verrücktes umzusetzen, aber alles nur in einem abgesteckten Rahmen. Klingt nach einer tollkühnen Maus in einem Käfig, die einen auf D’Artagnan macht, ich weiß. Seufz.

Aber als mir der Tod meines damaligen Freundes vor 7 Jahren den Boden unter den Füssen wegriss, war mein Wunsch nach Normalität und Sicherheit extrem gross und nun, wo ich mich wieder mit purer Freude ins Leben stürze, wird es mir langsam in dieser Kiste zu eng, zu ungemütlich. Ich habe das Gefühl, anzustossen. Und natürlich besitze ich zuviel. Ich kann mich auch wahnsinnig schlecht von Dingen aus der damaligen Zeit trennen, weil ich da das Gefühl habe, „ihn“ mit wegzuwerfen. Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, wenn man wieder glücklich in einer neuen Beziehung ist. Man soll auch am besten gar keinen Wind darum machen.

Alles in kleinen Schritten. Ich fange mit einer Schublade an. So dachte ich heute morgen, als ich in meinem Bett lag und mich noch einmal umdrehen wollte. Sonntag, 7.30 Uhr? Viel zu früh. Aber in meinem Hirn ratterte es schon. Ooorrrrr…. Welche Schublade öffnest du am wenigsten, weil du sie am wenigsten gebrauchen kannst? Okay, ich habe tatsächlich eine Kommode mit 3 grossen Schubladen voll mit Klamotten, die ich seit über einem Jahr nicht mehr angezogen habe. Die sind da irgendwann mal gelandet unter der Prämisse „Könntest ja vielleicht noch mal gebrauchen!“ Aber ich weiss auch, dass ich seit längerem verzweifelt versuche, meine Sportklamotten im Kleiderschrank unterzubringen, weil diese mit steigenden Trainingsumfängen immer mehr und wichtiger werden. Ich bin am Stopfen UND am Suchen. Irgendwie unbefriedigend, ne?

Also eigentlich war ich das nicht wirklich, die heute Morgen einen Rappel bekam, diese Schubladen aufriss, alles auf den Schlafzimmerboden ausbreitete und 30 Minuten später 2 volle blaue Müllsäcke und eine komplett leere Kommode zurück ließ. Selbst meinem Schatz fiel die Kinnlade herunter. Und beim Morgenkaffee diskutierten wir eifrig, was als nächstes dran kommt und ob wir Kommoden tauschen sollten, weil ich ja früher aufstehe und ihn morgens nicht wecken will, wenn ich Klamotten zusammen suche. Und das beste daran? Es fühlt sich super an! 🙂

Ich könnte grad so weiter machen. Weil ich mich aber kenne und auch schon mal mitten im Chaos gesagt habe „Keine Lust mehr!“ und mein Schatz dann das Chaos nach 3 qualvollen Tagen seufzend beseitigen musste, mache ich es völlig anders: in kleinen Schritten. Für heute war eine Kommode genug. Den Rest des Tages widme ich den geplanten Aktivitäten: eine Laufeinheit bei Sonnenschein und Saunaabend für die Entspannung. Darauf habe ich mich schon mächtig gefreut! Schliesslich ist ja auch Sonntag!

Und dann fiel mir beim Twittern zwei wirklich nette Posts in die Hände, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ein Artikel befasst sich mit 12 Dingen, die glückliche Menschen anders machen: hier.

Und der Blogpost mit 10 minimalistische Glückswege für den Alltag: hier.

Und ich finde, vieles kann man ziemlich easy umsetzen, oder? Manches tun wir eh schon unbewusst um uns wohl zu fühlen, aber auch schön, sich das mal bewusst zu machen und vielleicht öfter anzugehen! Für mich gehört auch Quality Time mit Lieblingsmenschen und gutes Essen dazu. Und für euch?

Einen schönen Sonntag noch & lots of love…

Quelle: www.geo.de
Quelle: www.geo.de

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