Was holst du dir ins Leben…?

Ich mag ein Zitat von Osho (Philosophieprofessor) sehr:

„Was du wirklich tun solltest, ist all das, was dein Herz zum Singen bringt.“

Oder ein Zitat von Barbara Sher (Autorin):

„Wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, müssen sie es in ihr Leben holen.“

Keine trivialen, aber einfache Worte mit viel Wirkung, wie ich finde. Manchmal muss ich mir das regelrecht vor Augen halten, wie wichtig das für jeden einzelnen ist. Es gibt Tage, da lacht das Herz wie von selbst, aber es gibt leider auch diejenigen Tage, an denen man sich zur Marionette des Alltags und vielleicht auch anderen macht. Vielleicht nicht bewusst, aber ich finde mich schon hin und wieder in einem ‚Flow‘ wieder, halte inne und frage mich selbst: „Was machst du da eigentlich…?“

Ich hatte eine richtig bescheidene Woche. Viele Termine, vorrangig abends. Unerwartete Themen, die quer reinschossen und dein Alltagsgeschäft durcheinander brachten und einige kleine Enttäuschungen, die der Woche schon einen schlechten Start gaben. Dann sehr lange Meetings, von denen man recht spät nach Hause kommt und das Lauftraining sausen lassen muss. Das Lauftraining #argh. Ausgerechnet. Allein im Dunkeln das Training nachzuholen reizt mich jetzt nicht besonders.

Doch dann kam Freitag abends das Spinning Training. Initiiert und organisiert von einem Tria-Kollegen. Letzte Woche hat es mir schon einen richtigen Schub gegeben. Powered by „Highway to hell“. Ich war schwer begeistert und kam aus dem Grinsen nicht mehr raus. Denn Biene Maja Studio-Songs bringen mich um den Verstand, aber beim Schwitzen ordentlich abzurocken, da musste ich mich schwer zurückhalten, nicht laut mitzugrölen 😉

Auch gestern war es wieder soweit und ich wusste schon morgens nicht mehr, wie ich den Tag überstehen soll. Meine Batterien waren ‚empty‘. Aber sowas von!  Ich war schon mittags nach ein paar Trouble Shootings müde, ging eine Stunde früher, um noch einen Termin wahr zu nehmen und schlief schon fast im IC nach Hause ein. Und dann noch seine Tasche für’s Spinning richten…? Nur der Gedanke an die geile Stunde vom letzten Mal motivierte mich ein wenig. Und manchmal hilft auch wirklich, nicht nachzudenken, sondern einfach nur zu tun!

Und ich sollte nicht enttäuscht werden! Unser Trainerin stimmte uns schon zu Anfang mit „Kein Weg zurück“ ein und ließ uns Berg und Abfahrten bewältigen um uns ordentlich einzuheizen. Zu geiler Musik. Ich schwitzte mir einen Affen ab, meine 750ml Trinkflasche drohte schon, vor Ende der Stunde leer zu werden…

Und dann? Danach hätte ich Bäume ausreissen können! Ich war ausgepowert, aber glücklich. Und darauf kommt es doch letztendlich an, oder?

P. S.: Mir ist das letzte Mal schon sofort aufgefallen, dass mich auf dem Spinning-Rad etwas anlacht. Die ganze Zeit. Gestern habe ich es fotografiert 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.