Grissini selbst gemacht

Gestern bekam ich auf dem Nachhauseweg eine Nachricht von meinem Schatz: „Was machen wir zum essen? Kaufst du ein?“ Hmpf. Ich hatte wenig geschlafen, war seit 4:15 Uhr wach und abends um 18 Uhr entsprechend völlig übermüdet. Aber ja, ich kaufe ein.

Mit war nach etwas Leichtem und entschied mich für eine frische Möhrencremesuppe, kaufte 1 kg Möhren und ein bisschen Suppengrün. Ingwer und Kokosmilch hatte ich noch zu Hause. Und dazu? Hmmm, mir fiel da was ein: Grissini! Schnell auf der Paprika-App gecheckt, was man dazu braucht. „Paprika“ ist wirklich eine ganz tolle App, die wir fast täglich im Einsatz haben. Es ist quasi eine Rezept-Datenbank, auf der man selbst Rezepte einstellen oder vorhandene aus dem Internet speichern kann. ‚Lecker.de‘ oder ‚Brigitte.de‘ unterstützen sogar die volle Rezeptübernahmefunktion (d.h. Text & Bild per Knopfdruck -schwuppdiwupp- in die Datenbank). Im Supermarkt kann man die Zutaten offline abrufen. Top!

Wir kaufen oft nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg ein und in unserer Zeit ohne diese App kam es oft zu dem Problem, dass wir zwar wussten, was wir kochen, aber die Zutatenliste nicht zur Hand hatten und erst heim fahren mussten. Oder man stand im Supermarkt und hatte keine Online-Verbindung. Diese App macht es also echt einfach und synchronisiert sich sowohl auf beiden iPhones wie auch auf den iPads. Und wenn man dann im Supermarkt spontan eine Idee hat, kann man es prima direkt umsetzen. Ich liiiiiiebe Dinge, die das Leben etwas einfacher machen! 🙂

Für die Grissini wurde ein fertiger Hefeteig empfohlen, aber ich bin überhaupt kein Freund von Fertigprodukten, also checkte ich, ob ich alles für einen Pizzateig zu Hause habe.

Während das Gemüse für die Suppe köchelte, erhitzte ich unseren Pizzastein im Ofen. Ich bin mir sicher, es funktioniert auch bestens auf dem Blech, aber ich liebe unseren Pizzastein!

Für den selbst gemachten Pizzateig benötigt man:

    500g Mehl
    30g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
    2 Prisen Zucker
    1/4 l warmes Wasser
    1/2 TL Salz
    2 EL Olivenöl

Das entspricht ca. 2-3 Pizzas – je nach gewünschter Dicke des Bodens. Für den Pizzastein kann man den Boden gaaaaanz dünn ausrollen und er wird schön knusprig. Auf einem Blech würde ein dünner Boden durchweichen.

Diese Menge an Teig entspricht ca. 30 Stangen Grissini.

Normal verwende ich feines Pizzamehl (Typ 00), das ich auf Italienurlaube kiloweise nach Hause mitnehme (man kann aber auch vom Mahlgrad Spätzlemehl verwenden), aber dieses Mal habe ich mich bewusst für Bio-Dinkelmehl (Typ 1050) entschieden und man merkt geschmacklich kaum einen Unterschied, ist aber gesünder als Weißmehl 😉

Der Teig muss nicht gehen, soll aber zunächst mit dem Knethaken vermengt und dann per Hand gut durch geknetet werden. Hefeteig braucht viel Luft.

Für die Grissinis den Teig in 2 Teile teilen und ausrollen. Dann mit einem Messer ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Ich habe 3 verschiedene Varianten gemacht: mit groben Meersalz & Rosmarin, mit Meersalz & Oregano und mit fein geriebenen Parmesan. Ich kann nicht sagen, welches die leckerste Sorte ist, sie schmecken alle drei fantastisch!

Man bestreut die Teigstreifen mit den entsprechenden Zutaten und träufelt ein bisschen Olivenöl darüber. Dann nimmt man die Enden in beide Hände und zwirbelt sie gegeneinander, so dass sich ein grosse „Kordel“ bildet. So kommen sie dann bei 220-250 Grad in den Ofen, bis sie gold werden.

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Für die Möhrencremesuppe benötigt man für 4 Teller:

    750g – 1 kg Möhren, grob gewürfelt
    geschnittenes Suppengrün
    Brühpulver (z. B. Bio-Brühpulver von Rapunzel)
    Salz, Pfeffer

Wer es ein bisschen abwandeln mag, verwendet zusätzlich:

    1-2cm Ingwer
    Kokosmilch
    gelbes Madra Currypulver oder rote Currypaste
    ein bisschen gemahlener Coriander

Das Gemüse wird mit Wasser bedeckt aufgekocht und dann püriert. Nach und nach die anderen Zutaten nach eigenem ‚de Gusto‘ dazugeben.

Die Grissinis sind echt der Hammer! Der pure Geschmack! Probiert das mal aus! Wir haben noch ganz viel übrig und haben heute Freunde zum Grillen da. Ist also auch ideal als Knabbergebäck unter Freunden! Nur selbst gemacht schmeckt besser! 🙂

Ein zauberhaftes Wochenende euch allen!

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