Wow, was für ein Jahr! Die Sterne standen allgemein schlecht für 2017 und irgendwie hatte jedermann sein Päckchen dieses Jahr zu tragen. Es war auf jeden Fall eine interessante Mischung und ich habe meine Lektionen gelernt. 

Zum einen, dass Langeweile tödlich sein kann und ich des öfteren nicht einmal den Antrieb hatte, mich an manchen Tagen überhaupt aus dem Pyjama zu schälen. Hahaha, aber echt! 😉 Zum anderen Lektionen über Freundschaft, Authentizität und die Liebe.

Lektion 1: die Freundschaft

Dieses Jahr habe ich wieder Kontakt zu einer Bekannten gefunden, die ein sehr großes Päckchen zu tragen hatte und ich wollte sie davon ein bisschen ablenken. Zumal sowas ja auch von den eigenen Problemen und „Tutu“ ablenkt. Ihre Freundlichkeit schlug jedoch eines Tages in Aggressivität um, das dümpelte schon ein paar Tage so dahin. Ich ließ sie in Ruhe, da sie es mit ihrem Päckchen besonders schwer hatte.

Und eines Tages knallte es. Es war so, so schlimm. Da wurde ein kleines Missverständnis auf einmal ganz groß, bis mir irgendwann der Kragen platzte. Ja, ich helfe gerne jemanden, aus tiefstem Herzen, wenn ich davon überzeugt bin, aber ich muss mich nicht benutzen lassen. Und das fühlte sich auf einmal ganz stark danach an.

Eine Woche vorher sind wir noch lachend um die Häuser gezogen und dann bekam ich den ganzen Druck von ihr ab. Sie hat wohl das Ventil in mir gefunden, das sie brauchte um ihren Schmerz los zu werden. Und während ich immer noch versuchte, ihr seltsames Verhalten zu verstehen, steigerte sie sich immer weiter in etwas rein, was nichts mehr an sich mit der Sache zu tun hatte. Es war mir nicht möglich gewesen, das ordentlich zu klären. Kurz darauf flog ich in den Urlaub und habe es für mich abgehakt. Es gibt also Freundschaften, die gehen auseinander, auch wenn du nur etwas Gutes für einem willst.

Die Tage fiel mir ein alter Post in die Hände und ich dachte nur „Wow, wie passend!“

Versucht nicht, andere zu heilen oder sie aus ihrem Drama zu erretten. Eure Fähigkeit, echte Hilfe zu leisten, hängt davon ab, ob ihr eure eigene Gesundheit bewahren und euren eigenen inneren Frieden aufrechterhalten könnt. Indem ihr die Schwingung eures eigenen inneren Glücksgefühls haltet, helft ihr anderen zu erkennen, wie sie Heilung und Erlösung in sich selbst finden können. Wenn ihr in eurem eigenen Selbst ruht, erkennt ihr, dass es keine Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Ihr müsst das Leben einfach nur mit offenem Herzen annehmen. In diesem Annehmen findet Ihr Frieden und Glück, und alles, was den Fluß der Liebe behindert hat, löst sich auf. (Paul Ferrini) 

Für heute schließe ich das Kapitel friedvoll, weil das Zitat mich daran erinnert hat, dass ich auf keiner Mission bin. Ich muss niemanden helfen, auch wenn ich das immer gerne möchte. Vielleicht gibt es auch Menschen, die möchten gar nicht „aus ihrem Drama errettet“ werden. Das ist wie, wenn man einer alten Omi über die Strasse helfen möchte, die gar nicht da rüber will. Lektion gelernt. Ich sollte mich mehr um mich kümmern und jenen Freunden mehr Zeit widmen, die mir positiv gesinnt sind.

Lektion 2: die Authentizität

Dann habe ich gelernt, dass es selbst in der Yogawelt solche gibt, die meinen, sie hätten schon volle Erleuchtung erlangt und laufen seltsam entrückt lächelnd durch die Gegend. Am Anfang ist man noch beeindruckt und denkt so „Wow, die hat schon voll viel an sich gearbeitet!“ Und dann erlebt man Situationen, wo diejenige total ausflippt. Einmal, zweimal, dreimal. Ich war in den Situationen nur Beobachterin, aber einmal habe ich mich hinreissen lassen, einen Wink mit dem Zaunpfahl zu geben: „Ich fühle mich gerade in der Situation nicht wohl!“, da antwortet sie, anstatt inne zu halten: „Ich auch nicht!“ Ähm ja, alles klar. Du lehrst anderen Achtsamkeit und bei dir fehlt sie in Massen. Krass. Ich meine, sie verdient ihr Geld damit. Ist das dann alles eine Show? Nach dem letzten Vorfall, wo sie an die 10 Yogis fassungslos zurück ließ, habe ich mich etwas irritiert meinem Mann anvertraut. Wir sind das durch gegangen und haben befunden, dass hier ein Machtkomplex vorliegt.

Natürlich kann es überall „menscheln“, das möchte ich auch niemanden abreden. Aber wenn man die Leitung eines Yogazentrums hat und es kommt zu einem Konflikt, liegt es an ihr, die Situation zu entschärfen und -wie man es so schön sagt- die Qualitäten eines Yogis einzubringen. Und eben das fehlt. Und meines Erachtens muss jemand das auch leben, was man lehrt.

Lektion gelernt. Die Yogawelt ist also auch nicht immer authentisch. Zum Glück sind die Yoga Schüler authentisch, so dass die Gruppe echt Spass macht.

Lektion 3: die Liebe

Im März habe ich meine liebe Oma verloren. Eine Woche nach meinem Geburtstag und nach unserem kurzen Telefonat, weil ich im Vorbereitungsstress für meine Party war. Ich bereue es zutiefst, mir nicht noch mehr Zeit für sie genommen zu haben. Das schöne an der Sache ist, sie hatte einen schönen Nachmittag bei Sonnenschein im Garten, legte sich hin und schlief ein. Es ist doch so, wie man sich es immer wünscht. Sie wurde 91 Jahre alt, das ist auch noch ein sehr stolzes Alter. Sie war der Familienhäuptling und hielt alle zusammen. Der Knotenpunkt der Familienkommunikation. Politisch interessiert und schmiss noch alleine ihren Haushalt. Ich könnte Geschichten erzählen, die würden euch zum Lachen und mich zum Weinen bringen. Und wenn unsere kleine Tochter Neues kann, ihren 1. Geburtstag feiert oder ich ihr „Fröhliche Weihnachten“ wünschen will, da fehlt sie. Sie war mir ein sehr wichtiger Mensch.

Und dann gibt es die Momente, in denen ich meiner kleinen Tochter Lieder vorsinge, die ich vergessen glaubte und auf einmal mit Text präsent sind. Ich singe, meine Kleine tanzt dazu, klatscht und strahlt. Und das ist das Vermächtnis meiner Oma. Sie hat gerne und viel gesungen, bis zum Schluss. Und so lebt sie weiter in unseren Liedern. Lektion gelernt. Liebe gibt man in so vielen kleinen Dingen weiter. Und auch wenn man Angst hat vor dem Sterben, man ist niemals wirklich tot.

Wir nehmen nur Anlauf, damit wir noch höher springen

Auch wenn das nicht das Burnerjahr für mich war, fühle ich mich okay damit. Vielleicht gibt es so Phasen, da passiert nichts und dann merkt man, dass man diese Phasen nur nutzt um Anlauf für eine ganz tolle Phase zu nehmen! Ich habe gelesen, dass die Sterne in 2018 sehr gut stehen sollen! Na, ob das mal nichts ist? Ich jedenfalls glaube fest daran! 🙂

Es gibt ja so ein witziges Spiel: „Schlage die Seite 118 deines Buches neben dir auf und der zweite Satz bestimmt dein Neues Jahr!“ Gesagt, getan:

„Aber letzten Endes tue ich, was ich tue, weil ich es gerne tue.“
(Elizabeth Gilbert aus „Big Magic“)

Und damit möchte ich 2017 friedvoll abschließen und 2018 liebevoll begrüßen!

Wirft Konfetti! Nehmt Anlauf! Springt hoch! Mögen eure Träume mit euch sein! A very Happy New Year, meine Lieben!

 

1 comment on “A Happy New Year 2018!”

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